Moderate Auswirkungen der Finanzkrise
Österreichisches Systemhaus S&T visiert deutschen Mittelstand an
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Die Wiener S&T IT Solutions und Services (S&T) will sich ihren Platz in den deutschsprachigen Ländern sichern. Wie die Strategie für Deutschland aussieht, erläutert S&T-DACH-Manager Georg Komornyik im Gespräch mit IT-BUSINESS.
Komornyik: ACP und Bechtle bieten ein ganz anderes Portfolio an als wir. Es gibt nur wenige Überschneidungen. So ist zum Beispiel ACP mehr im Low-end-Infrastruktur-Bereich unterwegs, während wir uns den High-end-Infrastruktur-Dienstleistungen widmen. Natürlich verkaufen wir auch Hardware, aber der Schwerpunkt liegt auf Managed Service, Outsourcing und Business Solutions – beispielsweise der Abbildung von Geschäftsprozessen mit SAP als Basis. Deshalb sehen wir uns eher im Wettbewerb mit IDS Scheer, Cap Gemini, Accenture oder Atos.
ITB: Bevor Sie vor eineinhalb Jahren zu S&T wechselten waren Sie Geschäftsführer von IDS Scheer Austria. Sie kennen also den Markt auch von dieser Seite. Was würden Sie als Stärken von S&T nennen?
Komornyik: S&T hat tiefes Geschäftsprozess-Know-how in den Branchen Manufacturing, Trade sowie Banken und Versicherungen. Als Mittelstandsfirma sind wir zudem in der Lage, besonders gut auf unsere Kunden aus dem Mittelstand eingehen zu können, wir agieren sozusagen auf gleicher Augenhöhe. Da S&T nicht nur in DACH, sondern auch in Zentral-Osteuropa flächendeckend präsent ist, sind wir der ideale Partner für Firmen mit Headquarter in der DACH-Region und Tochterfirmen in Zentral-Osteuropa.
ITB: Welche Zielgruppe haben Sie dabei im Fokus?
Komornyik: Wir gehen verstärkt den gehobenen Mittelstand an. Auf Deutschland bezogen heißt das, wir haben Firmen mit 1.000 bis 15.000 Mitarbeitern im Visier, die hier ihre Zentrale haben und möglicherweise Töchter in der Region Central Eastern Europe.
ITB: Hat S&T vor, in nächster Zeit durch Zukäufe zu wachsen?
Komornyik: Das ist eine Möglichkeit, wenn sich etwas Sinnvolles ergibt. Aus unserer Sicht sind das eher größere Unternehmen und keine 20-Mann-Systemhäuser. Wir haben uns in den vergangenen eineinhalb Jahren auf die Integration der Schweizer IMG und deren 700 SAP-Berater konzentriert.
ITB: Organisches Wachstum steht also erst einmal im Vordergrund.
Komornyik: Nicht nur, wir sind ja in der Vergangenheit durch Übernahmen in fast allen Ländern gewachsen. Zur Erfolgsgeschichte von S&T kann man schon zählen, dass das Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren seit dem Börsegang von 250 auf über 3.200 Mitarbeiter gewachsen ist, teilweise durch Übernahmen, teilweise durch organisches Wachstum. Wir suchen auch weiterhin qualifizierte Mitarbeiter für Delivery, Consulting und vor allem für den Vertrieb.
ITB: Wird der Wachstumswunsch durch die gegenwärtige Finanzkrise ausgebremst?
Komornyik: Hier spielt die Frage eine Rolle, ob wir den Höhepunkt der Finanzkrise schon hinter uns haben. Wenn ja, so werden die Auswirkungen moderat sein. Die Kunden halten sich mit den Investitionen in manchen Branchen zurück, dementsprechend war der Umsatz vereinzelt im dritten Quartal auch rückläufig. Weiterhin im Plus ist jedoch der Bereich Managed Services und selektives Outsourcing, ein Service, der aufgrund von Kosteneinsparungen auch oder gerade in der Krise boomt. Deutlich zu diesem Wachstum trägt die Region Central Eastern Europe bei. Für das gesamte Geschäftsjahr 2008 erwarten wir einen Umsatz zwischen 510 und 520 Millionen Euro.










Bechtle feiert den 25. Geburtstag – damit ist das Unternehmen ein »alter Hase« auf dem IT-Parkett. IT-BUSINESS sprach mit dem Geschäftsgründer und Vorstandsvorsitzenden Ralf Klenk über die Erfolgsstrategie und Zukunftspläne für das Systemhaus.



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