Weiterer Security-Distributor in Investoren-Hand
Was Computerlinks nach der Übernahme durch Barclays plant
Sehr geehrter Herr Link,
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Der Plan des international tätigen Investors Barclays Private Equity ging Mitte August auf: Er hält nun die Mehrheitsanteile an Security-Distributor Computerlinks. Dessen Vorstandschef Stephan Link erläutert, wohin die Reise des Unternehmens künftig gehen soll.
Nun haben Sie sich einen Investor, die Barclays Private Equity an Bord geholt – und folgen damit dem Trend, der in der Distribution mittlerweile Schule macht.
Und nicht nur das – auch Ihre eigenen Anteile geben Sie aus der Hand. Mit aktuell über 84 Prozent hält Barclays – den Segen der europäischen Kartellbehörden vorausgesetzt – die Mehrheit an Computerlinks und hat damit auch das Sagen.
Für die Partner lautet nun die Frage, was sich für sie ändern wird? Welche strategischen Ziele bei Computerlinks künftig ganz oben auf der Agenda stehen – und wer diese festlegt?
Mit freundlichen Grüßen
Regina Böckle
Redaktion IT-BUSINESS
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Antwort von Stephan Link
Sehr geehrte Frau Böckle,
der Investor Barclays Private Equity hält über die Beteiligungsgesellschaft CSS Computer Security Solutions Erwerbs GmbH die Mehrheit an der Computerlinks AG. Barclays plant, dem Management des Computerlinks-Konzerns ein Engagement an der neuen Struktur anzubieten. Das bisherige Management, unter anderem Richard Hellmeier und ich, werden an Bord bleiben, um operativ die Geschicke der Computerlinks-Gruppe weiter erfolgreich zu lenken.
Natürlich wird Barclays als Hauptaktionär der CSS darüber wachen, dass die Ergebnisse stimmen – das bedeutet aber nicht, dass man ins operative Geschäft eingreift.
Für die Partner der Computerlinks wird sich also nichts ändern. Das gilt auch für die Themen: Wir behalten unseren Fokus auf IT-Security, IT-Infrastruktur-Lösungen und Virtualisierung.
Mit Barclays als Hauptaktionär haben wir das Risiko gebannt, das für jedes börsennotierte Unternehmen besteht: zu niedrig bewertet und möglicherweise durch Wettbewerber übernommen zu werden. Insofern haben wir jetzt sogar das Heft besser in der Hand als vorher.
Außerdem hat Computerlinks nun eine Beteiligung im Rücken, die über Barclays auf ein Fondsvermögen von mehreren Milliarden Euro zurückgreifen kann. Auf dieser Grundlage können wir unsere künftige Expansion zum Beispiel im asiatischen und arabischen Raum, aber auch in Osteuropa, fortsetzen. Daneben gibt es auch noch europäische Regionen, wie zum Beispiel Benelux, an denen wir Interesse haben.
Mit freundlichen Grüßen
Stephan Link
Vorstandsvorsitzender Computerlinks AG










Eine Zitterpartie für Security-Distributor Computerlinks und Barclays Private Equity ist jetzt ausgestanden: Die Mehrheit der bisherigen Computerlinks-Aktionäre hat das Angebot des Investors angenommen und sich von ihren Anteilen getrennt. Damit hat Barclays und mit 84,15 Prozent der Anteile mehr als das gesteckte Ziel von mindestens 75 Prozent erreicht. Nun steht nur noch der Segen der europäischen Kartellbehörden aus, um den Deal unter Dach und Fach zu bringen.


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