Apple-Chef Steve Jobs kündigt in San Francisco nächste Iphone-Generation an
Iphone 3G bietet doppelte Leistung zum halben Preis
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Anlässlich der weltweiten Entwicklerkonferenz, die am Montag in San Francisco begann, hat Apple-Chef Steve Jobs das Iphone der zweiten Generation präsentiert, genannt »Iphone 3G«. UMTS, GPS, bessere Akkuleistung und die Öffnung für Entertainment- wie Business-Anwendungen standen dabei im Vordergrund.
Die UMTS-Funktion gab dem neuen Iphone seinen Namen: 3G steht üblicherweise für die dritte Generation des Mobilfunks, die durch UMTS repräsentiert wird. Laut Steve Jobs ist die Datenübertragung des Iphone 3G mit HSDPA gegenüber dem Edge-Standard doppelt so schnell. Das Iphone 3G beherrscht Triple-Band bei der Datenübertragung und Quad-Band bei der Sprachübertragung. Es kann sogar beides gleichzeitig abwickeln, so dass beispielsweise beim Telefonieren gleichzeitig im Internet gesurft werden kann.
Dank integrierter GPS-Funktion (Global Positioning System) kann das Iphone 3G nun wesentlich genauer als mit WLAN-Ortung die eigene Position bestimmen, auf einer Karte darstellen und umliegende Ziele finden. Einige Firmen haben bereits darauf aufbauende Funktionen (Location Based Services) angekündigt. Noch nicht möglich ist es, das Iphone als GPS-Empfänger an Navigationsgeräte zu koppeln, da Apple die Bluetooth-Funktionalität bislang auf Headsets begrenzt.
Zu den weiteren Neuerungen zählen ein Kunststoff-Rücken, der wahlweise in schwarz oder weiß ausgeführt ist sowie eine Buchse für kabelgebundene Headsets. Nicht verändert wurde die Auflösung der integrierten Kamera.
Die Sprechzeiten sind laut Apple mit dem Iphone 3G auf zehn Stunden im GSM-Netz angestiegen. Im UMTS-Netz lässt sich fünf Stunden lang sprechen, die reine Standby-Zeit beträgt 300 Stunden – also mehr als 12 Tage. Trotzdem ist das Gerät kaum dicker geworden: 11,6 Millimeter in der ersten, 12,3 Millimeter in der zweiten Generation. In der Breite hat es einen ganzen, in der Höhe einen halben Millimeter zugelegt.
Die größte Überraschung bot aber der Preis: Nachdem Steve Jobs alle Verbesserungen aufgezählt hatte, ließ er die Katze aus dem Sack: in allen Ländern soll das Iphone 3G gleich viel kosten. In den USA sind dies 299 Dollar für das 16-Gigabyte-Modell, sogar nur 199 Dollar für die Acht-Gigabyte-Variante. Offen blieb, ob diese Preise als Obergrenze gelten, die Provider aber das Handy über die zugehörigen Mobilfunkverträge sponsoren – sprich: auch deutlich billiger anbieten – dürfen. Sie erhoffen sich, dass die Internet-Nutzung, die bei Iphone-Nutzern schon jetzt außergewöhnlich hoch ist, dank der größeren geschwindigkeit noch weiter zunimmt und zusätzliche Umsätze generiert.
Die Tarife in Deutschland dürften bereits ein paar Tage vor dem Verkaufsstart am 11. Juli kommuniziert werden. Bislang kostete das Iphone hierzulande je nach Speicherausstattung 399 oder 499 Euro, selbst bei konservativer Umrechnung von Dollar in Euro sollte sich der Preis nun mindestens halbieren.

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Die Zurückhaltung von Apple ist bekannt: Produkte werden erst angekündigt, kurz bevor sie verfügbar sind. Nebulöse Ausblicke sind verpönt, und gegen allzu konkrete Gerüchte geht man schon einmal mit der Rechtsabteilung vor. So war lange offen, ob das iPhone überhaupt kommt.



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