Geodaten verändern die Welt
Reale Geschäfte mit Virtual Earth
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Einmal im Jahr zieht sich Microsoft-Gründer Bill Gates ohne Kontakt zur Außenwelt in eine kleine Hütte zurück. Die Abgeschiedenheit soll dem Promi dabei helfen, die richtigen strategischen Weichenstellungen zu setzen. Eine davon war, viel Geld in den Bereich Virtual Earth zu investieren.
Die Praxisrelevanz von Geodaten wuchs in letzter Zeit enorm: Es ist heute fast ein Muss, dass Web-Seiten mit regionalem Bezugspunkt diesen auch optisch zur Verfügung stellen – am besten in 3D. Ob es um Hotel-Reservierungen, Routenplaner, Fillialfinder oder Immobilien-Portale geht: Auf den entsprechenden Websites sagen visuelle Geodaten mehr als 1.000 Worte. Die Einbindung ist für versierte Webmaster ein Kinderspiel: Per HTML und Javascript werden auf dem angezeigten Kartenmaterial Icons gesetzt und mit einem, sich per Rollover-Effekt öffnenden Fenster hinterlegt. In diesem können beliebige Inhalte ausgeführt werden.
Geodaten verändern die Software
Aber auch aus der Software-Entwicklung sind zugekaufte Geodaten nicht mehr wegzudenken: Flottenmanagement-Software benötigt Straßenkarten, genauso wie Business-Intelligence-Anwendungen, die beispielsweise Vertriebsdaten in einem regionalen Kontext visualisieren. Stets werden dafür lizenzierte Daten mit eigenen Daten verknüpft. Während logistische Anwendungen wie eine Flottenmanagement-Software Angaben über Maximallast bei Brücken oder Maximalhöhen bei Unterführungen benötigt, werden im Bereich Geomarketing Vertriebs- und gegebenenfalls Marktforschungsdaten eingespielt. Auch CRM-Applikationen werden gegenwärtig mit Geodaten veredelt. Eine Integration von Visual-Earth-Daten in das hauseigene »Microsoft CRM« ermöglicht es beispielsweise, neben dem Konterfei seiner Kontaktperson, stets auch ein Firmenbild mit Zoomfunktion angezeigt zu bekommen.
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