Marktübersicht
Storage & Archivierung Channel Kompendium 2008
Das Storage & Archivierung Channel Kompendium von IT-BUSINESS berichtet über aktuelle Trends im Speichermarkt.
Kennen Sie eigentlich Ihren Digitalen Schatten? Die Marktforscher von IDC haben herausgefunden, dass im vergangenen Jahr jeder Erdenbürger 45 Gigabyte an Daten erzeugt hat – und das, ohne es überhaupt zu merken. Ob Sie gerade telefonieren, Ihre Kreditkarte benutzen oder von einer Überwachungskamera aufgezeichnet werden, Sie tragen zum stetigen Datenwachstum bei. 2011 soll das digitale Universum bereits 1.800 Exabyte umfassen.
Da ist es kein Wunder, dass der Speichermarkt boomt wie selten zuvor. Firmen- wie Privatkunden müssen unentwegt aufrüsten, um der Informationsflut Herr zu werden. Gleichzeitig suchen sie nach Wegen, um ihre Daten effizienter abzulegen. Technologien wie die Deduplizierung befinden sich im Aufwind. Und auch die Storage-Virtualisierung gewinnt im Zuge der virtuellen Rechenzentren immer mehr an Fahrt. Schließlich benötigen auch virtuelle Maschinen realen Speicherplatz, der im Idealfall zentral verwaltet wird.
Während der Lösungsansatz zunehmend die Euro-pro-Gigabyte-Denkweise ablöst, stehen auch bei der Hardware bahnbrechende Veränderungen ins Haus. Noch wird es zwar eine Weile dauern, bis blitzschnelle Flash-Medien die Festplatte im Rechenzentrum ablösen. Erste fokussierte Speicherlösungen, die Solid State Drives unterstützen, befinden sich jedoch schon auf dem Markt. Es ist also noch viel Musik im mitunter als dröge verschrienen Storage-Business. Freilich kann wohl kaum mehr ein Systemhaus beim Kunden auf der grünen Wiese eine Speicher-Infrastruktur aufbauen. Wer jedoch pfiffige Lösungen präsentiert, mit denen sich etwa das nächtliche Backup-Fenster deutlich verkleinern lässt, wird schnell Gehör finden.
Auch das Thema Green IT – oder besser gesagt Energieeffizienz –kommt beim Kunden an. Von einer Marketingblase kann hier keine Rede mehr sein. Wenn energiesparende Festplatten zu einem geringen Aufpreis den Stromverbrauch im zweistelligen Prozentbereich senken können, wird ein CIO hellhörig.
Dabei geht es nicht nur darum, die Energiekosten niedrig zu halten, oft sprechen ganz pragmatische Gründe dafür. So klagt ein großer deutscher Softwarekonzern mittlerweile darüber, dass die Stromleitung, die ihm sein Energieversorger zur Verfügung stellt, bald nicht mehr dick genug ist, um sein Data Center weiter betreiben zu können.
Es gibt viele Gründe, weshalb es heute attraktiver ist als je zuvor, Geschäfte mit Speicherlösungen zu machen. IT-BUSINESS hat in diesem Kompendium die wichtigsten Trends für Sie zusammengefasst.
Viel Spaß beim Lesen!
Philipp Ilsemann
Redakteur IT-Business
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